1000 Fragen an mich selbst – über Gefallsucht, zu viele Umzüge und zu wenig Zeit.

To Do Listen in schön

Es gibt eine neue Blog-Parade. Eine Challenge. Eine Methode zur Selbstfindung. Oder, falls man sich gar nicht verloren hat, einfach nur ein unterhaltsamer Zeitvertreib. Und als hätte ich nicht schon genug zutun, mach ich mit.

Die liebe Johanna alias Pinkepank hatte die Idee, sich im Laufe diesen Jahres 1000 Fragen zu stellen (wer ihren ersten Blogbeitrag dazu lesen will: hier). Sie will damit herausfinden, wer sie ist, seit sie Mutter ist. Weil mit Kindern so viel auf der Strecke bleibt. Vor allem sie selbst. Und ihre Beziehung. Oh ja, das können wir doch alle SEHR gut nachvollziehen, oder? Ich meine, wem geht’s nicht so, als Mama? Man kümmert sich (im Normalfall) vor allem darum, dass es den Kindern gut geht. Dass man alles gewuppt kriegt. Dass man seine To-Do-Listen irgendwie abgearbeitet kriegt (und diese Mistdinger scheinen nie ein Ende zu nehmen! Aber das ist ein anderes Thema und einen eigenen Blogpost wert).

Die schönsten To Do Listen

Doch auch wenn ich beim Thema „wo bleib ich, seit ich Mama bin“ ganz bei Johanna bin, hab ich nicht das Gefühl, mich selbst finden zu müssen. Ich weiß, trotz Kind, ganz gut, wer ich bin. Klar, man verändert sich im Laufe der Zeit – aber ehrlich gesagt hat das Schicksal den Veränderungs-Fokus nach meiner Schwangerschaft vor allem auf meinen Körper gelegt… Da war nicht mehr viel Platz für anderes. 😉

Gut, ich hab mich also nicht groß verändert, somit auch nicht verloren – und Zeit hab ich auch nicht. Weshalb mach ich dann also mit bei dieser Challenge zur Selbstfindung?

Ganz einfach: Weil es mir Spaß macht, Fragen zu beantworten. Und weil es manche ja vielleicht interessiert, wer ich bin. Die Frau hinter dem Blog ‚Jonijonah‘. Und haha, vielleicht stelle ich am Ende des Jahres ja sogar fest, dass ich doch nicht die bin, die ich gedacht habe, zu sein. Das wäre doch lustig. (Oder ein bisschen spooky – wir werden sehen.)

By the way: ich werde selbstverständlich NICHT alle tausend Fragen beantworten. Ich mache ab und zu mit, und zwar dann, wenn ich Lust dazu habe. Lasst euch also nicht von den Nummern in der Überschrift verwirren – ich halte mich an Johannas Spiel-, äh Fragenplan.

Alles klar, here we go!

1000 Fragen an dich selbst – #2

Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Leider, ja, SEHR. Das ist ein großes Thema von mir. Ich bin gefallsüchtig. War ich schon immer. Die Antwort ist krass, aber ich bin froh, dass diese Frage kommt. Mein Blog ist nämlich auch ein bisschen Therapie für mich. Ich will mehr aus mir rausgehen. Nicht nur wissen, wer ich bin, sondern auch dazu stehen und das Schlechte versuchen, zu ändern. Dahingehend hat mich mein Mamasein sogar positiv verändert. Ich will nämlich Vorbild für meinen Sohn sein. Und ich will, dass er selbstbewusst durchs Leben geht – er soll nicht auf alles scheißen, aber zumindest darauf, was andere von ihm denken. Er soll nicht Dinge tun, nur weil er dafür gemocht werden könnte. Oder Dinge nicht tun, weil man ihn dafür nicht mögen könnte. Er soll Dinge aus der Überzeugung heraus tun, dass sie richtig sind.

Noch ein Beispiel, dann bin ich fertig.

Wir wohnen in einem Hinterhaus. Direkt vor dem Hinterhaus haben wir einen Parkplatz. Leider steht aber oft irgendein fremdes Auto in der Einfahrt, so dass wir nicht rausfahren können. Es ist schon so oft passiert, dass ich mit dem Auto wegmusste, aber erst mal zehn Minuten den Einfahrt-Blockierer gesucht habe – und dann letztendlich zu spät zu einem Termin gekommen bin. Oder einfach nur mega gestresst war, denn das kann ja wirklich keiner gebrauchen.

Ein super Beispiel für meine Gefallsucht ist nun also folgendes: Letztens musste ich mal wieder dringend weg. Natürlich stand ein Fahrzeug in der Einfahrt. Ein Installateur, der im Keller des Vorderhauses war. Er hatte aber weder einen Zettel mit seiner Handynummer ins Auto gelegt, noch die Tür zum Keller offen gelassen. Wildes Hupen nutzte nix. Ich also erst mal bei zig Leuten im Vorderhaus geklingelt, bis ich einen gefunden hab, der mich in den Keller gelassen hat. Mein Ärger hatte sich dabei natürlich ins Unermessliche gesteigert. Ich meine, ganz ehrlich: Wenn ich sehe, dass drei Autos im Hinterhof parken, dann stelle ich mich doch nicht in die Ausfahrt, lege keinen Zettel rein und gehe soweit unter die Erde, dass ich kein Hupen mehr höre!? Was, wenn es im Hinterhaus brennt und die Feuerwehr dort hin muss?

Während meiner Suche nach diesem Asi im Keller, hab ich den Typen in Gedanken so rund gemacht, dass er sich nach meiner Ansage eigentlich einen Therapieplatz für schwer Traumatisierte suchen müsste. Ich also mit dieser Wut im Bauch runter in den Keller. Da stand dann der Typ. Nicht gutaussehend, aber eben auch kein bierbauchiger, unsympathischer alter Sack. Stattdessen ein netter  Mitte 30-Jähriger. Ich hörte mich sagen: Entschuldigung (!!!), aber ich müsste mal aus der Ausfahrt raus. Und dann, als wäre Satz 1 nicht schon schlimm genug: tut mir leid, dass ich dich jetzt von der Arbeit abhalte.

Als ich drei Minuten später im Auto saß, hab ich mich echt geschämt. Okay, der Typ war kein Asi, trotzdem war das, was er gemacht hat, asi. Ne kleine Ansage hätte ihm also nicht geschadet. Und nur, weil ich in dem Moment aus dem Impuls heraus nicht wollte, dass ein Mitte 30Jähriger mich für ne spießige, alte Ziege hält, war ich so freundlich zu ihm, als hätte er mir gerade im Notfall ein Schultergelenk eingerenkt.

Soviel zur Frage, ob es mir wichtig ist, was andere von mir denken. Und ja, die Antworten zu den nächsten 19 Fragen werden kürzer – und auch ohne Fallbeispiele. 😉

Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Definitiv den ABEND.

Kannst du gut kochen?

Noch besser kann ich leider ESSEN. 🙂

Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

Der SOMMER. Ich bin ja auch im August geboren – und glaube fest daran, dass es was damit zutun hat.

Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Überhaupt nichts gemacht hab ich wahrscheinlich noch nie. Nicht viel gemacht hab ich das letzte Mal vor ein paar Monaten, als mein Freund mit unserem Sohn ein paar Tage in der Schweiz war. Lucky me!

Warst du ein glückliches Kind?

Laut meiner Mama ein sehr glückliches. Ich habe immer gelacht – und am zufriedensten war ich, wenn ich schlafen und essen konnte (das ist heute noch so!) Ich kann mich daran erinnern, dass ich viel gespielt habe. Sehr, sehr viel. Geliebt hab ich es auch, zu meinem Opa in den Schrebergarten zu fahren und Erbsen aus den Schoten zu essen, oder Kirschen vom Baum. Auf dem Rückweg sind wir bei meiner Oma vorbeigefahren und haben Blechkuchen abgeholt – den hat sie jeden Samstag für uns gebacken. (Ihr merkt schon: Glück hat bei mir viel mit Essen zutun!)

Sehr schöne Erinnerungen habe ich auch an die Wochenenden im Frühling und Sommer, an denen meine Schwester und ich mit unseren Eltern segeln gegangen sind. Mein Papa hatte ein Boot, und da wo es lag, waren auch einige andere Familien mit ihren Kindern. Wir haben uns im Schilf versteckt, sind auf Bäume geklettert und waren den ganzen Tag im Freien. Hach ja, ich war ein glückliches Kind.

Ein glückliches Kind -Jonijonah

Kaufst du oft Blumen?

Ja. Wir haben Freitags einen Markt vor unserer Tür, da gibt’s tolle Blumen, die auch total günstig sind. Seit ein paar Monaten hab ich aber auch ein Abo bei Bloomon. Im Vergleich zu meinen Marktblumen ist das zwar teuer, aber ich liebe die Sträuße von Bloomon. Und gönne sie mir auch nur 1x im Monat – ich finde, das geht.

Welchen Traum hast du?

Mein Traum ist es, statt für Daily Soaps zu schreiben, eine etablierte Drehbuchautorin für 90-Minüter (also Spielfilme) zu werden. Ich möchte meine Drehbücher ohne Zeitdruck schreiben können, und nebenblei bloggen.

In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

Oh Gott, in vielen. Erst bin ich von Viernheim nach Mannheim gezogen. Dann von Mannheim nach München. Und schließlich von München nach Köln. Und in allen Städten bin ich ein paar Mal umgezogen. Insgesamt, ohne mein Elternhaus mitzuzählen, habe ich in 10 verschiedenen Wohnungen gelebt.

Welches Laster hast du?

Ich esse wie gesagt gerne. Aber ist das ein Laster? Schlimmer ist wahrscheinlich: ich liebe Hubba Bubba Kaugummis. Für 20 Sekunden – wenn der Geschmack weg ist, spucke ich sie wieder aus. Spooky, ich weiß.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Zum lesen komme ich seit  meinem Sohn leider selten – durchgeblättert habe ich zuletzt dieses Buch:

Handlettering Buch
„Hand Lettering – Watercolor“ von Sue Hiepler & Yasmin Reddig

Es ist ein Buch über Handlettering mit Aquarellfarben. Es inspiriert mich TOTAL und sobald ich ein bisschen mehr Zeit habe (Zeit ist mein ganz großes Problem!), werde ich mich intensiver damit beschäftigen!

Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

Weil mit meinen Haaren leider nicht mehr möglich ist. Im nächsten Leben möchte ich glattes Haar und einen Pony.

Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

Nicht Therapie-bedürftig-abhängig, aber wenn es kaputt geht und ich ein paar Tage keins habe, werde ich nervös, ja.

Zu dem Thema hab ich einen guten Tipp aus dem Jahreskalender der vorletzten FLOW:

Handy Sucht bekämpfen

Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Genug, um deswegen nicht nervös zu werden.

In welchen Laden gehst du gern?

Ich liebe Supermärkte und Concept-Stores.

Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Rhabarber- oder Maracujasaftschorle, und wenn ich mich betrinken will, Gin Tonic.

Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Ist die Frage ernst gemeint? Eigentlich bin ich ja ein Nachtmensch, aber seit ein paar Jahren muss ich heim, wenn andere kommen – weil mir sonst der Kopf vom Körper rollt. Spätestens um halb eins bin ich so müde, als wär’s vier Uhr morgens. Eine der doofsten Nebenwirkungen, wenn man Mama ist, finde ich.

Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Ich bin schon selbstständig. Als Drehbuchautorin, mit einem Label für Kinderzimmerdekoration und einem Blog. Hätte ein Tag drei Mal so viele Stunden, wäre ich vielleicht noch Produktdesigner oder Innen-Einrichter.

Willst du immer gewinnen?

Ich bin Löwe, die wollen doch immer gewinnen, oder? Heißt jetzt nicht, dass ich ausraste, wenn ich verliere – aber schlechte Laune krieg ich schon.

Gehst du in die Kirche?

Ich bin katholisch, nicht aus der Kirche ausgetreten, gehe aber höchstens an Weihnachten oder zu Hochzeiten in die Kirche. Kirchen sind für mich wie Friedhöfe – es macht für mich keinen Sinn, ausgerechnet dort zu beten oder mit Toten zu sprechen. Ich glaube, wenn ich mit irgendwem im Himmel reden will, dass mich derjenige auch von meinem Arbeitszimmer aus hört.

So, geschafft! Meine ersten 20 Fragen sind beantwortet. Und es hat Spaß gemacht! Wenn ihr auch mitmachen wollt, seid ihr herzlich eingeladen. Lest einfach den oben verlinkten Artikel von Johanna und beantwortet selbst ein paar Fragen.

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